Neues Wohnen im Alter

Neue Soziale Mitte und Wohnen 50+ in der Stadterweiterung

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Entwicklung

Stadterweiterung Süd und neue soziale Mitte - Zwischenbericht


Die Planungen für das neue Baugebiet Walldorf Süd und für die Soziale Mitte sind im Lauf des letzten Jahres zügig weitergeführt worden.
Im Dezember 2006 hat der Gemeinderat der Stadt Walldorf den Aufstellungsbeschluss für das ca. 28 ha große Gesamtgebiet gefasst. Die erforderlichen Vorarbeiten wie z.B. der städtebauliche Entwurf mit Vorschlägen für die Unterbringung der Flächen für das Mehrgenerationen-Wohnen, die Umweltprüfung und das Ausgleichskonzept sind nahezu fertig gestellt. Neben dem eigentlichen Bauleitplan wird derzeit das Umlegungsverfahren vorbereitet.
Lediglich die Art und Weise der Wasserver- und –entsorgung ist noch ein offenes Thema. Der Gemeinderat hat sich noch nicht zwischen dem „herkömmlichen“ oder einem „innovativen“ Wasserkonzept entschieden. Im April diesen Jahres hat er sich mit einem Ortstermin beim Forschungsprojekt in Knittlingen weitere Informationen zur Entscheidungsfindung verschafft.
Seit Oktober 2006 berät Herr Prof. Dr. Thomas Klie, Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V. an der evangelischen Fachhochschule Freiburg, die Stadt Walldorf beim Altenwohnungenprojekt im Bereich des Hotels Vorfelder und er wird die Stadt bei einer Bedarfsplanung für Senioren/rinnen auch weiterhin unterstützen. In einem ersten Schritt hat die FH gemeinsam mit Studenten eine Sozialraumanalyse in Walldorf durchgeführt, um erste Daten zusammenzustellen und Konzeptideen zum Thema „Älter werden in Walldorf“ zu entwickeln. Die Ergebnisse dieser Studie wurden dem Gemeinderat im Februar 2007 vorgestellt.

Neben dem eigentlichen Bauleitplan wird derzeit auch das Umlegungsverfahren vorbereitet. Auf freiwilliger Ebene versucht die Stadt Walldorf dabei, ihren Flächenanteil zu erhöhen, um eine noch größere Fläche für das MehrgenerationenWohnen im unmittelbaren Umfeld der Sozialen Mitte bereitstellen zu können.
Für die Soziale Mitte wurde in intensiven Gesprächen mit den professionellen und ehrenamtlichen Bildungs-, Betreuungs- und Hilfseinrichtungen ein umfassendes, flexibles und modular aufgebautes Raumprogramm entwickelt. Neben der erforderlichen Erweiterung der Schillerschule umfasst die Soziale Mitte nun eine private Kinderkrippe und eine kommunale Kindertagesstätte sowie eine Mensa mit Restaurant für die im Umfeld geplante Wohnanlage für Menschen im dritten Lebensabschnitt. Ergänzt werden diese Einrichtungen durch Räume für das bürgerschaftliche Engagement sowie für die professionellen Hilfseinrichtungen, weitere Schulen für Kinder mit Handicaps sowie die erforderlichen Spiel- und Bewegungseinrichtungen. Diese Einrichtungen sollen zu Beginn der Aufsiedlung des eigentlichen Baugebietes zur Verfügung stehen, um dem Baugebiet eine generationsübergreifende Attraktivität zu verleihen.
Die Auslobung des Realisierungswettbewerbes für die Soziale Mitte hat der Gemeinderat am 22.05.2007 beschlossen. Die Preisgerichtssitzung findet im November 2007 statt, so dass die Vorbereitungen für die ersten Bauarbeiten in 2008 abgeschlossen sein sollen.

Walldorf: Zum aktuellen Stand


Bei der Auftaktveranstaltung "Neues Wohnen im Alter" wurde der ganzheitliche Ansatz der Planungen für die Stadterweiterung im Walldorfer Süden vorgestellt. Die Schaffung einer wohnstandortnahen und barrierefrei zu erreichenden Versorgungsinfrastruktur mit zwei sich ergänzenden und ein breites Sortiment anbietenden Lebensmittelmärkten kann als abgeschlossen betrachtet werden. Drei Schwerpunkte werden derzeit bearbeitet:

1. Die Planung der sozialen Infrastruktureinrichtungen wurden weiter detailliert. Für die Ausbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen, aber auch für die sonstigen professionellen und ehrenamtlichen Betreuungsformen wurden die Rahmenbedürfnisse und –programme ermittelt. Die Bearbeitung erfolgt in einer Arbeitsgruppe mit Beteiligung des Bauamts und Planern sowie unter Beteiligung der Fachverbände.

Die geplanten Einrichtungen sollen ein möglichst vielfältiges Nutzungsangebot aufweisen und für diverse Nutzergruppen, insbesondere für ältere Menschen offen stehen. Konkret bedeutet dies:

- Das Essensangebot für die Ganztagesbetreuung soll so gestaltet werden werden, dass im Rahmen des Service-Wohnens ein Restaurantbereich für ältere Menschen entsteht. Die Lieferung des Essens soll entsprechend einem Vorschlag der Landesregierung möglicherweise vom nahegelegenen Hotel erfolgen.

- Die geplanten Wohnungen für ältere Menschen an der Bahnhofstraße sollen in das Konzept einbezogen werden.

- Alle Einrichtungen sollen auch für andere soziale Gruppen und Bildungseinrichtungen nutzbar sein und die Grundversorgung im neuen Baugebiet abdecken. Dies gilt z.B. für Kultur- und Bildungsangebote, aber auch für Bewegungsangebote speziell für ältere Menschen

- Die Einrichtungen sollen Anlaufstelle für die vorhandenen Betreuungsangebote wie auch für neue oder neu zu organisierende (ehrenamtlich) Angebote darstellen. Damit soll die Strategie umgesetzt werden, neben den baulichen Rahmenbedingungen auch die organisatorischen zu schaffen und die professionellen und ehrenamtlichen (Hilfs-)Angebote auch räumlich zu verknüpfen.

- Die Baustrukturen für die soziale Mitte sollen so geschaffen werden, dass sie energetisch und gestalterisch optimiert werden und in der Nutzung große Spielräume insbesondere für die Zukunft eröffnen.

2. Für dieses Programm wurden Testentwürfe erarbeitet, um die benötigten Grundstücksflächen und die mit der Umgebung verträgliche Anordnung der Einrichtungen zu überprüfen. Derzeit wird die Auslobung für einen Architektenwettbewerb bearbeitet und mit der Architektenkammer Baden-Württemberg abgestimmt. Die Auslobung des Wettbewerbs soll im 4. Quartal 2006 erfolgen.


3. Für die neuen Bauflächen im Walldorfer Süden werden parallel zur Entwicklung der sozialen Mitte die Planungen für die technische Infrastruktur bearbeitet. Die Rahmenbedingungen für die Bauordnung werden derzeit geklärt. Die Abgrenzung der ersten Bauabschnitts für das Wohngebiet wurde End Juni 2006 in einer Klausurtagung des Gemeinderats grundsätzlich festgelegt und soll zum Jahresende im Gemeinderat beschlossen werden. Er wird dabei ein Ansatz verfolgt, der vor dem Hintergrund der städtebaulichen Überlegungen, unter Beteiligung der Grundstückseigentümer und der künftigen Nutzerinnen und Nutzer einen hochflexiblen Bebauungsplan umsetzt.Der sich aus der Umlegung ergebende städtische Flächenanteil soll bevorzugt z.B. für das Mehrgenerationenwohnen auch in anderen Organisationsformen, wie z.B. Genossenschaften oder Bauherrengruppen genutzt werden, um ein generationenübergreifendes Baugebiet zu schaffen. In die Planung des Baugebiets werden weitere externe Fachverbände (z.B. Deutsche Gesellschaft für Geriatrie) eingebunden.
Eine Initiative von:









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